Rügenwalder Mühle Talk-Runde über Nachhaltigkeit und Zukunft des Nahrungskonsums

Diskurs. Möchte man eine Entwicklung und Ernährung fördern, welche sich von der industriellen Produktion von Fleischgütern abwendet, so ist ein Diskurs unabdingbar. Das Unternehmen Rügenwaldermühle veröffentlichte eine Talk-Runde mit externen Gästen.

Fleischindustrie

Seit den 1960er Jahren nahm der Konsum von Fleisch zu. Der oft zitierte Sonntagsbraten wich in gewisser Maßen dem Discounter-Aufschnitt. So hat laut der Heinrich-Böll-Stiftung (Stand 2013) der/die deutsche Durchschnittsbürger/in im Verlaufe seines/ihres Lebens insgesamt 1094 Tiere.

Diese Entwicklung ruft zahlreiche Probleme, ungeachtet des Tierwohls, auf den Radar. So sind die negativen externen Effekte, wie Klimaschäden, des Fleischkonsums nahezu gar nicht internalisiert, sodass diese die Gesellschaft tragen muss, teils global. Weiter würden die weltweiten Agrarflächen nicht aussreichen, um eine ansteigende Bevölkerung mit einem dem unseren vergleichbaren Lebensstil zu ernähren. Um nur zwei Argumente zu nennen.

Transformation der Lebensmittelindustrie

Die industrialisierung der Fleischproduktion ist nicht über Nacht geschehen. Nein, sie war ein Prozess über Jahrzehnte, die die günstigen Preise von heute ermöglicht haben. Möchte man die Branche verändern, transformieren hin zu einer nachhaltigeren Lösung, so ist der eingangs erwähnte Diskurs notwendig. Ohne das Einbinden aller Stakeholder drohen oftmals gut gemeinte Bemühungen und Ideologien im Sande zu verlaufen und ein Paradigmenwechsel hin zu einer nachhaltigeren Ernährung der Bevölkerung, uns Konsumenten, wird wahrscheinlich nicht möglich sein.

Rügenwalder Talk

Ein Beispiel für eine mögliche Transformation ist der Mittelständler Rügenwalder. Vielen eventuell aufgrund der Teewurst, ihr Logo oder der doch einprägsamen Werbekampagne der 1990er Jahre im Gedächtnis. Heute bietet das Unternehmen neben der Traditionssparte von Fleischprodukten auch vegetarische Ersatzprodukte an. Zwar kann man die vegetarischen Produkte mit einem Blick auf die Zutatenliste bereits im Vorfeld kritisieren, jedoch kann man diese Entwicklung auch pragmatisch sehen, dass ein Unternehmen, welches bis 2014 nur Fleischprodukte anbot, heute bereits 20 Prozent des eigengen Umsatzes mit den vegetarischen Alternativen erwirtschaftet.

Der Geschäftsführer des Unternehmens Godo Röben traf sich “Youtubern, Instagrammern, Bloggern, Journalisten und Facebook Fans” zum Diskutieren. Auch kann hier wieder vorschnell kritisiert werden, dass dies nur eine Marketingaktion sei, die Diskussionspartner nicht kritisch genug, jedoch sollte man auch hier nicht zu vorschnell geurteilt werden. Es ist ein richtiger Schritt in die Richtung eines öffentlichen Diskurses, dem mehr Nachhaltigkeit folgen könnte:

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