Plastikfrei: 10 Alternativen für den Alltag

Plastikfrei. Wer Alternativen zu Alltagsgegenständen sucht wird auch fündig. Sei dies aus Gründen die aus Gesundheitsbedenken motiviert sind oder mit dem Wunsch weniger Plastikmüll zu produzieren oder keine Produkte auf Erdölbasis erhofft.

Dies sind in gewisser Weise die Plastikfrei-Einstiege:

1. Wasserflasche

Statt Kisten schleppen beim Einkauf einfach auf das Trinkwasser aus dem Hahn zurückgreifen spart Geld und hat zugleich einen geringeren Fußabdruck. Wasserflaschen aus Glas oder Edelstahl sind dabei gute Alternativen. Anbieter gibt es zahlreich und Informationen zum Leitungswasser gibt es hier.

2. Thermobecher

Die deutsche Umwelthilfe geht von 320.000 verbrauchten Coffee-to-go-Bechern pro Stunde in Deutschland aus. Anders ausgedrückt wären das pro Jahr fast drei Milliarden weggeworfene Becher. Verhindern ließe sich das über ein Mehrwegsystem, das erst noch flächendeckend installiert werden muss, oder indem die Konsumenten auf eigene Thermobecher umsteigen würden. Es gibt sie von den verschiedensten Anbietern und daher auch für die verschiedensten Einsatzgebiete und Bedürfnisse.

3. Jutebeutel

Der Klassiker. Bereits in den 1980er Jahren gab es Kampagnen um weniger Plastiktüten zu verbrauchen und zu der Jute zu greifen. Die darauffolgenden Jahrzehnte ist der Verbrauch von Plastiktüten jedoch nicht gesunken, sondern drastisch angestiegen. Die Jute verbraucht zwar in der Herstellung weit mehr Ressourcen, allerdings hebt sich dies circa nach dem 10. oder 15. Gebrauch wieder auf.

4. Milch und Yoghurt aus dem Glas

Auch beim Konsum von Milch und Yoghurt kann Plastik gespart werden. Ob der Fußabdruck jedoch dann geringer ausfällt, hängt vor Allem an der Distanz, die diese Mehrwegflaschen zurücklegen müssen. Plastik sparen die Glasversionen jedoch alle mal.

5. Brotdosen aus Edelstahl

Als Ersatz für die schon fast klassische Tupperdose können Vertreter aus Edelstahl eingesetzt werden. Zusätzlich kann ein Vorteil sein, dass diese meist geschmacksneutraler sind als die Plastikversion, die eher dazu neigt, gewisse Aromen anzunehmen.

6. Holzzahnbürste

Insbesondere für Handzahnbürsten gibt es bereits Alternativen aus Holz. Sehr Bekannt ist bereits der Hersteller Hydrophil. Anfangs waren die Bürsten sogar komplett biologisch abbaubar. Nach einer Anfrage bei dem Hersteller ist die Zahnbürste nun “nur” noch zu 96% biologischabbaubar, nachdem der Kopf der Bürste abgebrochen wurde. Der Grund hierfür liegt bei einem nun insolventen Lieferanten von Nylon 4. Allerdings ist Hydrophil daran bemüht wieder zu einem Wert von 100 % zu gelangen.

Nachtrag: Hydrophil hat hier nachgebessert. Die Borsten bestehen nun wieder zu 100 % biologischen Bestandteilen. Allerdings rät das Unternehmen immer noch dazu, den Kopf abzutrennen, da die Industriekompostierung den Kopf innerhalb der kurzen Bearbeitungsdauer nicht restfrei verwerten kann. Nachzulesen (auch das Zertifikat) ist dies hier.

7. Stückseife

Stückseifen können den Vorteil haben, dass sie weniger an Verpackungsmaterial benötigen als Flüssigseife.

8. Kochlöffel und Bratwender

Kochlöffel, Bratwender und Co. müssen nicht aus Plastik sein. Versionen aus Holz sind mindestens ebenso schonend zum Kochgeschirr. Auch sind Alternativen aus Edelstahl eine äußerst langlebige Möglichkeit.

9. Plastikfreie Spülbürste

Während die meisten Plastikvertreter unter den Bürsten zumeist nur einmal zu benutzen sind, haben ihre hölzernen Kollegen einen auswechselbaren Kopf. Ist dieser bereit für den Austausch, muss nicht gleich die ganze Bürste in den Abfall landen.

10. Bienenwachstücher

Last but not least: Bienenwachstücher können Frischhalte- und Aluminiumfolien ersetzen. Sie können sich an viele Formen anpassen, halten, wieder geglättet werden und halten Lebensmittel frisch. Anders als die üblichen im Haushalt eingesetzten Folien, kann man diese auch über einen längeren Zeitraum nutzen und sogar abwaschen. Wer basteln mag, kann sich die Tücher auch nach eigenen Wünschen selber herstellen. Diverse Blogs wie dieser, haben dafür Anleitungen parat, ansonsten lassen sich auch weitere via Ecosia finden.

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Kaffee kann man auch einfach im Café trinken. Diese 10min Pause tut den meisten Leuten bestimmt mindestens genauso gut wie der Kaffee selbst. Beispiel: italienische Cafékultur

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