Mikroplastik in Mineralwässern nachgewiesen

Nachdem nun Mikroplastik in Meeressalzen nachgewiesen wurde, hat nun ein Forscherteam der Universität Münster die Partikel in Mineralwässern aus Mehrwegflaschen nachweisen können.

Die Forscher haben eine Messmethodik verfeinert und innerhalb der Studie 38 PET-Flaschen getestet. Dabei war keine der untersuchten Proben frei von Mirkoplastik. Dabei schien der Kohlensäuregehalt der Wasser keine Auswirkungen auf das Ergebnis zu haben. Christophe Goldbeck, Leiter des Forscherteams, erklärte im Deutschlandfunk, dass durch diese Messtechnik es erstmals möglich gewesen war, Partikel mit einem 20 Mikrometer kleinen Durchmesser zu erfassen.

Mikroplastik zwischen 5 und 20 Mikrometern

Aufgrund dieser neuen Methode seien erst diese Erkenntnisse möglich geworden. So befanden sich knapp 80 Prozent der nachgewiesenen Partikel in dem unteren Messbereich von fünf bis 20 Mikrometern. Ermöglicht haben dies hauchdünne Filterfolien mit einer Goldbeschichtung und winzigen Poren. Also einem Sieb für Teilchen, die nur einige Mikrometer messen. Anschließend können die aufgefangenen Partikel mit Hilfe eines Spektrometers untersucht werden.

Höhere Konzentration in Mehrweg-PET

Die in der Untersuchung erfassten Sorten des Mikroplastiks lassen die Forscher vermuten, dass die Partikel von den Innenseiten der Flaschen und deren Deckel selbst stammen, in die das Mineralwasser abgefüllt wurde. Bei Mehrwegflaschen wurden höhere Konzentrationen von Plastik in den Wässern gefunden. Dies sei auf die angerauhte Innenwand einer Mehrweg-PET zurückzuführen, wenn diese bereits häufiger in Verwendung gewesen war. So lag der Durchschnitt bei den Mehrweg-PET-Flaschen bei 120 Partikeln pro Liter Wasser, der Höchstwert sogar bei über 200.

Auswirkungen auf den Menschen vorerst ungewiss

Jedoch können die Wissenschaftler etwaige Schäden oder die genauen Auswirkungen des Plastikfeinstaubs auf den menschlichen Organismus noch nicht einschätzen. Da das Mikroplastik allerdings tief in das Körpergewebe eindringen und sich ablagern könnte, vermuten sie, dass dies zu unerwünschten Folgen führen würde.

Zukünftige Forschung

Die Forscher arbeiten an einer Möglichkeit die Messungen noch weiter zu verfeinern. der nächste Schritt sei es, Nanopartikel zu untersuchen. Sollte dies Gelingen könnten Teilchen untersucht werden, die aufgrund der Größe noch tiefer in menschnliches Gewebe eindringen könnte. Darüber hinaus sei auch wichtig zu erfahren, bei welchem Prozessschritt sich die Partikel aus den Flaschen lösen.

Alternativen

Um der Problematik etwas aus dem Weg zu gehen könnte man zum Einen die Mineralwässer in den PET-Flaschen meiden und auf Glasflaschen umsteigen oder gänzlich auf Mineralwasser verzichten. So bietet unser Leitungswasser eine echte Alternative – das spart zudem das lästige Kisten schleppen.

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