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Duschen: weniger ist manchmal mehr

2015 hat jede deutsche Person im Durchschnitt 123 Liter Trinkwasser pro Tag verbraucht. Über ein Drittel (36 Prozent) des Verbrauchs nutzen wir für die Körperpflege, ergo auch für das Duschen und Baden. Hier seinen eigenen Wasserverbrauch zu reduzieren hat nicht nur positive Effekte auf den Geldbeutel oder die Umwelt, sondern auch auf die eigene Haut. Darüberhinaus könnte die Umstellung von warm auf kalt sich positiv auf die Gesundheit auswirken und zusätzlich Energie einsparen.

Jeder Duschgang beeinflusst den Säureschutzmantel

Unser Säureschutzmantel auf der Haut besteht aus Fett und Wasser. Mit einem pH-Wert von 5,5 gilt er als schwachsauer und soll uns vor Krankheitserregern schützen. Waschen wir uns intensiv, also sehr heiß, lange und mit sehr viel Seife, kann dies zum Austrocknen der Haut führen. Darüberhinaus besteht dann zudem die Möglichkeit, dass Krankheitserreger leichter in den Körper eindringen können.

Fünf Minuten und höchstens 39 ℃

Wer häufig duscht, sollte dann jedoch möglichst nur fünf Minuten unter dem Wasserstrahl verweilen. Zudem sollten 39 ℃ nicht überstiegen werden. Andernfalls können sich die Fette von der Haut lösen. Für diejenigen, die die Wanne der Dusche vorziehen, sollten die Bäder auch möglichst kurz und lauwarm sein.

Kalt duschen kann einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben

Der Forscher Geert A. Buijze von der Universität Amstardam und sein Team haben haben sich mit möglichen positiven Effekten auf die Gesundheit einer kalten Dusche am Morgen beschäftigt. Diesbezüglich wurden 3.000 Freiwillige innerhalb der Studie in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die verschiedenen Probantengruppen wurden gebeten innerhalb von 30 Tagen ihre morgentlichen Duschen mit je 30, 60 oder 90 Sekunden kaltem Wasser zu beenden. Dem gegenüber sollte eine Kontrollgruppe in den 30 Tagen ihr Duschverhalten nicht ändern. Anschließend wurden die Krankheitstage der Gruppen miteinander verglichen. Im Durchschnitt fehlten die Kaltduscher 29 Prozent weniger am Arbeitsplatz als die warmduschende Kontrollgruppe.

Das Fazit der Wissenschaftler: kalte Duschen führen zu weniger Krankheitstagen.

Innerhalb eines Interviews mit der Harward Business Review verteidigte Buijze die Arbeit. Überraschend ist, dass die kalt duschenden Probanten in etwa an genau so vielen Tagen wie die Kontrollgruppe berichteten, sich krank zu fühlen. Allerdings waren entweder die Symptome schwächer oder sie fühlten sich energiereicher, sodass sie sich von der Krankheit nicht so stark beeinflussen oder einschränken haben lassen. Über den genauen Effekt der kalten Dusche auf das Immunsystem sind sich die Forscher jedoch noch nicht im klaren. Darüberhinaus gab es keinen Unterschied zwischen den einzellnen kalt duschenden Gruppen – die Dauer hatte also vermutlich keinen Effekt. Möglich wäre sogar, dass weniger als 30 Sekunden ausreichen würden.

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