Der Akku der Zukunft

Chemiker der UCI schaffen Akku mit nie dagewesener Ladekapazität

Ursprünglich experimentierte die Doktorantin Mya Le Thai der Chemie-Fakultät der University of California, Irvine (UCI) mit bereits in Gebrauch befindlichen Nanodrähten. Dabei scheint die Wissenschaftlerin auf eine mögliche Lösung eines der vermeintlich wichtigsten Probleme der nächsten Jahrzehnte gestoßen zu sein und entwickelte möglicherweise den Akku der Zukunft.

Nach den Angaben der Forscher übersteht dieser Akku über 200.000 Ladezyklen […]

Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern der UCI entwickelte sie in der folgenden Forschung einen Akku, welcher im Kern aus einem Goldnanodraht besteht, der mit Mangan(IV)-oxid überzogen wird und weiter mit einem Gel aus Polymethylmethacrylat (PMMA) umhüllt wird. Nach den Angaben der Forscher übersteht dieser Akku über 200.000 Ladezyklen und büßt dabei vergleichsweise nur wenig Kapazität (fünf bis sechs Prozent) gegenüber herkömmlichen Nanodrähten ein. Dies entspräche unter normalen Umständen eine Nutzungsdauer von über 400 Jahren.

PMMA-Gel der Schlüssel

Nanodrähte bieten Elektroden eine sehr große Oberfläche, ergo eine hohe Ladekapazität. Allerdings sind die Drähte sehr zerbrechlich und wenig robust, wodurch sie bisher nur wenig Ladezyklen überstanden. Maßgeblich für die Erhöhung der Anzahl der Ladezyklen scheint das PMMA-Gel zu sein. Ohne dieses verlieren die Drähte bereits nach 5.000 bis 7.000 Testzyklen drastisch an Kapazitäten.

Noch scheinen die Forscher nicht auf den genauen Grund gekommen zu sein, weshalb das Gel eine so eklatante Verbesserung hervorruft. Es wird jedoch angenommen, dass das PMMA auftretende Korrosion der Drähte durch das Aufladen verringert.

Technologie noch zu teuer für den freien Markt

Noch stellt der Goldkern erhebliche Mehrkosten gegenüber herkömmlichen Akkus dar, als dass sie in der Masse für uns Konsumenten vertrieben werden könnten. Sobald jedoch ein dieser substituiert werden kann könnte diese Technologie in Serie gehen und den Verbrauch von Rohstoffen pro Akku senken und so weite Teile der Energiewende ermöglichen.

 

Weitere Informationen unter folgenden Links:
Wasserstoffzug statt Diesellok

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